Informationen für Ausbildungslehrkräfte
KA, MA & HD zum OSP
(Stand März 2026)
Auf dieser Seite finden Ausbildungslehrkräfte der Schulen wichtige Informationen und organisatorische Hinweise sowie Empfehlungen zur Ausgestaltung der Schulpraxisphasen im Studium "Lehramt an Gymnasien". Beachten Sie dabei folgende Links
- Das nebenstehende Infopaket wurde gemeinsam mit den im RP Karlsruhe lehrkräftebildenden Universitäten Heidelberg und Mannheim entwickelt.
- Unter diesem Link finden Sie die zuständigen Ansprechpartner:innen der Universitäten Heidelberg, Mannheim und Karlsruhe für Schulpraxisphasen.
- Informationen zum Projekt Lehr:werkstatt erhalten Sie hier.
- Zentrale Informationen des KM erhalten Sie auf llpa.kultus-bw.de
- Die landesweiten OSP-Zeiten der nächsten Praktikumsdurchgänge finden Sie hier.
- Einen Vorschlag zu einer einheitlicheren Rahmung des SPS-Portfolios und des damit verbundenen Abschlussberichts finden Sie hier. Sie können die Word-Datei auf die Gegebenheiten an Ihrer Schule anpassen.
- Informationen und eine Beispiel-Vorlage zum gesamten Studienbegleitenden Portfolio am KIT finden Sie hier.
- Alle Informationen und Materialien sind zur internen Verwendung im Ausbildungsbetrieb gedacht und dürfen ohne Rücksprache nicht weitergegeben oder verändert werden.
Bei Anregungen, Fragen oder sonstigen Anliegen melden Sie sich gerne bei den jeweiligen Ansprechpartner:innen.
Das Orientierungspraktikum im B.Ed.
Das dreiwöchige Orientierungspraktikum ist die erste Praxisphase im Lehramtsstudium und wird während des Bachelorstudiums (B.Ed.) absolviert. Die aktuelle Handreichung des Kultusministeriums können Sie hier herunterladen.
Organisatorische Rahmenbedingungen und Vorgaben
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- Umfang: 4 ECTS
- Masernschutzgesetz (IfSG) im Voraus beachten. Infos und Formular sind auf den Seiten des KM zu finden (siehe oben).
- Vorgaben zum Praktikum an der Schule:
- Voraussetzung: Nachweis der Teilnahme am Vorbereitungsworkshop (Eine Bescheinigung / "Laufzettel" wird dort ausgegeben)
- Dauer: 3 Wochen (15 Tage)
- Anwesenheitspflicht
- Umfang: Volles Deputat
- Praktikumsbestätigung durch die Schulleitung (auf oben genannter Bescheinigung möglich)
- verpflichtende Teilnahme an hochschulseitigen Begleitveranstaltungen
- Vorbereitungsworkshop (eintägig)
- Nachbereitungsworkshop (eintägig)
- fristgerechte Abgabe des e-Portfolio mit allen erforderlichen Bestandteilen
- Bewertung: bestanden/nicht bestanden (unbenotet)
Mögliche Zeiträume
Am KIT können Studierende das Praktikum zweimal im Jahr absolvieren, im Wintersemester (Praktikumszeitraum Frühjahr) und im Sommersemester (Praktikumszeitraum Herbst). Da das Orientierungspraktikum ein Vollzeitpraktikum ist, besteht für Studierende nur in den vorlesungsfreien Zeiten die Möglichkeit, an die Schulen zu gehen. Die möglichen Zeiträume für die Praxisphase an der Schule werden i.d.R. 2-3 Semester im Voraus festgelegt und auf der Webseite des ZLB bzw. landesweit auf den Seiten des KM (siehe oben) veröffentlicht.
Die Schulen erhalten die gesammelten Zeiträume der Baden-Württembergischen Hochschulen auch einmal im Jahr über Herrn Empacher (KM).
Universitäre Begleitveranstaltung (Vor- und Nachbereitung)
Die dreiwöchige Praxisphase an der Schule wird von universitären Begleitveranstaltungen gerahmt. Diese Vor- und Nachbereitung finden jeweils als Tagesworkshop unmittelbar vor und nach dem Praktikum statt und sind (neben weiteren Elementen) verpflichtender Bestandteil des Moduls Orientierungspraktikum. Die Studierenden erhalten eine Bescheinigung über die abgeleistete Vorbereitung (siehe Bescheinigungsvorlage unter Rahmenbedingungen und Vorgaben), die der Schule als Nachweis dienen kann.
Im Rahmen der Vorbereitung bearbeiten die Studierenden relevante Themen, um optimal in das Praktikum starten zu können. Die Nachbereitung dient insbesondere der Reflexion der eigenen Studien- und Berufswahl in Bezug auf das vorangegangene Praktikum.
Inhalte der hochschulseitigen Begleitung
Vorbereitungsworkshop:
- Einführung in das bevorstehende Handlungsfeld
- Input zu Themen wie "Persönlichkeit einer Lehrkraft", "Aufgabenfelder einer Lehrkraft", "Institution Schule"
- Vorbereitung des Perspektivwechsels vom Lernenden zur Lehrkraft
- Vorbereitung von Hospitationen, Beobachtungsaufgaben
- Umgang und Verhalten an der Schule
- Einführung in die Portfolioarbeit | E-Portfolio via ILIAS
Nachbereitungsworkshop:
- Erfahrungsaustausch, Eigen- und Gruppenreflexion
- Reflexionsschwerpunkte:
- eigene Kompetenzen zum aktuellen Stand der Ausbildung
- Unterrichtsbeobachtung
- eigener Unterricht
- Erwartungs- und Zielüberprüfung
- Berufswahlreflexion
- Zielformulierung für weitere Professionalisierung und Ausbildung
Inhalte des E-Portfolios (siehe unten)
Handlungsfelder und Empfehlungen für das Praktikum
Für das Praktikum selbst gibt es seitens der Universität einige Empfehlungen, welche Aufgaben Studierende während der dreiwöchigen Praxisphase übernehmen sollten. Diese Aufgaben und Handlungsfelder werden auch während der Vorbereitung detailliert besprochen. Einige Bestandteile sind verpflichtende Inhalte des begleitenden e-Portfolios, welches die Studierenden während und nach dem Orientierungspraktikum anfertigen (siehe auch Begleitendes e-Portfolio). Innerhalb der Handlungsfelder können Studierende selbstständig Schwerpunkte setzen, strikte thematische Vorgaben gibt es hier nicht.
Empfohlene Handlungsfelder:
- Ankommen und Schule erkunden
- Beobachtung
- Befragung
- Planung, Durchführung und Reflexion von eigenen Tätigkeiten und Unterricht(-steilen)
Detailliertere Ausführungen zu den einzelnen Handlungsfeldern können Sie dem Skript zum e-Portfolio entnehmen.
Generell haben sich aus den Erfahrungen der letzten Jahre folgende Aspekte und Empfehlungen für ein erfolgreiches Praktikum bewährt:
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Fester Ablauf für die ersten zwei bis drei Tage, z.B.
- Tag 1: Ankommen, Schulerkundung, Materialaustausch, Gespräch mit der Schulleitung
- Tag 2: Hospitation in einer Klasse
- Tag 3: Hospitation bei einer Lehrkraft
-
Zugang zum Zimmer der Lehrkräfte, Lernplattform etc.
- Teilnahme an außerunterrichtlichen Aktivitäten sowie GLK, Elternabenden, Besprechungen
- eigenständige Übernahme von Unterricht(-steilen) mit anschließendem Feedbackgespräch (nicht verpflichtend, aber dringend zu empfehlen)
- Abschlussgespräch mit der Ausbildungslehrkraft
Begleitendes e-Portfolio
Die Studierenden fertigen während und nach dem Praktikum eine begleitende Portfolioarbeit an, die als elektronisches Portfolio gepflegt wird. Folgende Inhalte sind Bestandteile des Portfolios. Zu allen Teilen erhalten die Studierenden Materialien und Vorlagen.
- Kompetenzanalyse [verpflichtende Abgabe]
- Persönliche Erwartungen und Ziele an das OSP [verpflichtende Abgabe]
- Dokumentation des Praktikumsverlaufs [verpflichtende Abgabe]
- Aufgabenfeld I "Beobachtung" [verpflichtende Abgabe]
- Steckbrief der Schule
- Unterrichtshospitationen
- Aufgabenfeld II "Befragung" [freiwillige Abgabe]
- anonymisiertes Interview
- Aufgabenfeld III "eigener Unterricht" [freiwillige Abgabe]
- Unterrichtsplanung
- Unterrichtsmaterial
- Reflexion / Feedback
- Aufgabenfeld IV "Reflexion" [verpflichtende Abgabe]
- Fachwahlreflexion
- Abschlussreflexion
- Teilnahme am Online-Self-Assesment des ZLB
- Zertifikat mit Vor- und Nachbereitungsnachweis der Hochschule sowie der Praktikumsbescheinigung der Schule
Das Orientierungspraktikum als Baustein im Projekt KAiAC-T
Im Zuge des Förderprogramms zum Ausbau der Eignungsfeststellungs-, Beratungs- und Begleitungsstrukturen hat das KIT gemeinsam mit der PH Karlsruhe das Projekt KAiAC-T entwickelt. Der Karlsruher individual Aptitude Check for Teachers - kurz "Lehrer*innen-TÜV" bietet den Studierenden die Gelegenheit, sich im Verlauf des Bachelorstudiums intensiv mit den Aufgaben des Lehrer*innenberufs auseinanderzusetzen und die Kernkompetenzen professionellen Lehrer*innenhandelns zu entwickeln. Ziel des Programms ist es, den Studierenden die wiederkehrende Möglichkeit zu geben, aktuelle Studien- und Praktikumserfahrungen während ihres Bachelorstudiums zu thematisieren und ihre berufliche Eignung zu prüfen und zu präzisieren.
Das Orientierungspraktikum am KIT ist als Baustein in dieses Programm eingebettet
Weiterführende Informationen zum Projekt finden Sie hier.
Das Schulpraxissemester im M.Ed.
Das zwölfwöchige Schulpraxissemester ist die zweite Praxisphase im Lehramtsstudium und findet im Masterstudium (M.Ed.), möglichst zu Beginn des Masterstudiums, in einem Wintersemester statt. Die aktuelle Handreichung des Kultusministeriums können Sie hier herunterladen. Im Webauftritt des KM finden Sie weitere Informationen wie rechtlichen Grundlagen, Voraussetzungen (z.B. Formular Masernschutzgesetz) und so weiter.
Wichtiger Hinweis (Update vom März 2021):
Eine Anmeldung zum Schulpraxissemester ist nur unter bestimmten Voraussetzungen möglich. Studierende können sich anmelden, wenn sie
- bereits im M.Ed. immatrikuliert sind oder
- im B.Ed. immatrikuliert sind, sich in beiden Fächern mindestens im 6. Fachsemester befinden und insgesamt mind. 140 Leistungspunkte absolviert (abgeschlossen) haben und demnach planen, zum betreffenden WS, in welchem das SPS absolviert werden soll, den M.Ed. zu beginnen.
Mit dieser Neuerung wird die Vorlage der Immatrikulation in den M.Ed. bis Ende der seminaristischen Begleitveranstaltungen hinfällig. Studierende, die sich mit den oben genannten Voraussetzungen zum SPS angemeldet und dieses begonnen bzw. erfolgreich abgeschlossen haben, haben die Leistung erbracht. Auch wenn dann unter Umständen (z.B. letzte Prüfung nicht bestanden) die Immatrikulation in den M.Ed. doch nicht wie vorgesehen zum WiSe erfolgt sondern erst zum darauffolgenden SoSe, gilt das SPS als erfolgreich bestanden.
Begleitveranstaltungen zum Schulpraxissemester
Am KIT gibt es keine flächendeckenden curricularen Begleitveranstaltungen oder rahmende Veranstaltungen zum Schulpraxissemester. Studierende, die das Schulpraxissemester absolvieren, besuchen die Begleitveranstaltungen des jeweiligen Seminars für Ausbildung und Fortbildung der Lehrkräfte.
Im Rahmen des Bildungswissenschaftlichen Begleitstudiums haben Studierende am KIT die Möglichkeit, Wahlpflichtveranstaltungen zur Vorbereitung und Nachbereitung des SPS zu besuchen. Dies ist ein freiwilliges Angebot und nicht verpflichtender Bestandteil.
In den Fachdidaktiken einiger Fächer gibt es ebenfalls rahmende Veranstaltungen zum Schulpraxissemester.
